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Die Frage nach dem Sinn unseres Lebens als Menschen und die damit verbundene Frage nach dem glücklichen Leben beschäftigt Philosophen schon seit der Antike. Auch Albert Camus widmet sich ihr in seinem erstmals 1942 veröffentlichten Essay Der Mythos des Sisyphos. Camus spricht dem Leben darin zwar jeglichen Sinn ab, bietet aber dennoch eine Antwort auf die Frage, wonach wir unser Leben richten sollen. Ein Teil seiner Antwort ist es, sein Leben nicht am Maßstab der Qualität, sondern an dem der Quantität auszurichten. In einer Gesellschaft, in der die Mathematisierung unseres Lebens auch in jüngster Zeit stetig zunimmt, erscheint eine solche Aussage zunächst fragwürdig. Seit Husserls Krisis der europäischen Wissenschaften, spätestens aber seit der Dialektik der Aufklärung Adornos und Horkheimers ist die Kritik an der Allgegenwart der mathematischen Methode in unserer Gesellschaft in der neueren philosophischen Tradition schwer wegzudenken. Auch in der breiteren gesellschaftlichen Debatte ist die Auffassung, ein gutes Leben habe etwas mit der Qualität unserer Erfahrungen oder der Qualität unseres Handelns zu tun, fest verwurzelt. Dieser Widerspruch inspirierte eine genauere Auseinandersetzung mit dem Ethos der Quantität, die sich an einer Unterscheidung zweier verschiedener Bedeutungsweisen des Begriffs ‚Sinn‘ aufspannt.

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This page is a summary of: Das Absurde und das Ethos der Quantität in Camus’ Der Mythos des Sisyphos, November 2025, De Gruyter,
DOI: 10.1163/9789004722255_006.
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