What is it about?
In diesem Aufsatz geht es um das mögliche Umfeld der „sehr giftigen Schlange“, einer Lehrerin „von der Sekte der Kainiten“, gegen welche Tertullian sich in seiner Schrift „Über die Taufe“ wendet. Die Erwähnung der „Kainiten“ ist jedoch im Text nicht gesichert, daher wird zunächst dargelegt, dass ein Verweis Tertullians auf „Kainiten“ als wahrscheinlich anzusehen ist. Die Bezeichnung der Gegnerin als „Schlange“ trägt nichts zu deren Identität bei, ein möglicher Kontext ist hingegen die Sakramentskritik in einigen gnostischen Texten. Im Hauptteil des Aufsatzes wird gezeigt, dass die „Paraphrase des Seem“ (NHC VII,1) eine Exegese zu Gen 1 enthält, aus der eine fundamentale Kritik an der Wassertaufe abgeleitet wird. Tertullians Argumente für die Wassertaufe, die er ebenfalls aus Gen 1 ableitet, können erstaunlicher Weise wie eine Antwort auf NHC VII,1 gelesen werden. Ohne dass eine literarische Abhängigkeit wahrscheinlich ist, scheinen sich beide Texte dennoch auf dieselbe Diskussion über Sinn und Wirksamkeit heilsvermittelnder Rituale zu beziehen. Diese Diskussion ist auf keine konkrete Gruppe von Gnostikern einzugrenzen. Erst die Häresiologen haben sie polemisch mit Kain und Kains-Anhängern („Kainiten“) verbunden.
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This page is a summary of: Tertullians Gegnerin aus De baptismo 1 und Die Paraphrase des Sêem (NHC VII,1), Vigiliae Christianae, May 2022, De Gruyter,
DOI: 10.1163/15700720-bja10053.
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